Ein Überblick zur DDR Rockgeschichte

Oft genug übersehen großspurige Musikhistorien von Rock und Pop in Deutschland den Umstand, dass unser Land eine Zeitlang geteilt war und selbstverständlich gab es auch Musik hinter dem Eisernen Vorhang. Das war logischerweise von vielen ideologischen Fesseln bestimmt, komplizierte Zulassungen und sogar Spitzeleien sind nicht selten gewesen zwischen Rostock und Dresden. Allerdings gelang es zugleich, einige Spitzensongs zu produzieren und selbst wenn die Palette an Themen beschränkt blieb auf Liebe, Leid und Frieden, mehr ging im Sozialismus einfach nicht, so konnten einige Bands und Musiker auch lange nach der Wende alte und neue Fans von ihrer Kunst überzeugen.

Bekannte ostdeutsche Rockbands

Hier ist natürlich an erster Stelle ein Verweis auf die Puhdys Pflicht, die bis zum heutigen Tag Konzerthallen füllen und die mit Songs wie „Das Buch“ oder „Auf Lebenszeit“ unzweifelhaft stark an der deutschen Rockgeschichte mitgeschrieben haben. Das gilt genauso für Karat, deren Song „Über sieben Brücken musst du geh´n“ selbst im Westen durch Peter Maffay kopiert wurde und die mit „Schwanenkönig“ und vielen anderen beliebten Liedern dem mittlerweile verstorbenen Sänger Dreilich ein Denkmal setzten. Demgegenüber ist der lange, schöne und immer auch etwas verstörene Song „Am Fenster“ von City fast so etwas wie das One Hit Wonder der DDR, hat die Band doch auch viele andere Lieder zu bieten, doch dieses eine wird selbst heute auf Festivals von den Fans mit Nachdruck gefordert!

Politischer Druck und Skandale

Zwei typische Beispiele für den enormen Druck, unter dem Musiker in der DDR arbeiten mussten, sind weithin bekannt: Da ist das berühmte Credo des verknöcherten Walter Ulbricht vom „Je Je Je“, verächtlich bezogen auf die Beatles, was eine Ablehnung westlicher Musik in den 1960er Jahren nach sich zog. Zum anderen gehört natürlich auch die Ausbürgerung von Wolf Biermann hierher, auch wenn dieser Liedermacher kein Rockstar gewesen ist und wohl auch so überbewertet in seinem künstlerischen Können, doch immerhin: Musik zu machen, dabei rockig, glaubwürdig und trotzdem angepasst zu wirken, das war enorm schwer den Künstlern von Stern Meissen bis IC Falkenberg gehört eine ordentliche Portion Respekt für den produzierten DDR Rock.